
Regeln & Streitfälle
Teil von Missbrauch und Streitfälle
Streitfälle mit überprüfbaren Belegen klären
Provisionsstreitfälle mit gültiger Regel, Bestell- und Transaktionsbelegen prüfen und dem Publisher eine nachvollziehbare Entscheidung mitteilen.
Ein Provisionsstreit braucht eine gemeinsame Grundlage: denselben Vorgang, denselben Datenstand und die zum Vorgang gültige Regel. Legen Sie dafür eine kurze Fallakte an. Trennen Sie den Einwand des Publishers, die Beobachtungen in Shop und Partnersystem und die noch offene Frage.
Den Streitpunkt eingrenzen
Fragen Sie nach Transaktionskennung oder Bestellreferenz, Zeitraum, beanspruchtem Betrag und dem genauen Einwand. Geht es um eine fehlende Transaktion, einen zu niedrigen Betrag oder eine Ablehnung? Awin Classic führt diese als unterschiedliche Arten von Transaktionsanfragen. Bei einer allgemeinen Meldung über fehlende Provisionen helfen Sie dem Publisher, die betroffenen Vorgänge einzeln zu benennen.
Sichern Sie den untersuchten Stand: geltende Programmregel mit Gültigkeitsdatum, relevante Bestell- und Retourenangaben, Transaktionsexport, Änderungs- oder Ablehnungsgrund und bereits mitgeteilte Entscheidung. Geben Sie dem Partner nur Angaben weiter, die er zur Prüfung seines Anspruchs benötigt.
Behauptung und Beleg zuordnen
| Streitpunkt | Geeigneter Abgleich | Grenze des Belegs |
|---|---|---|
| „Der Kauf wurde nicht erfasst“ | Shopreferenz, verfügbarer Partnerkontakt und Suche im Partnersystem | Die Bestellung allein belegt keine provisionsfähige Zuordnung. |
| „Die Provision ist zu niedrig“ | Provisionsfähiger Bestellwert, gültiger Satz und Korrekturen | Der Shopbruttowert muss nicht die Bemessungsgrundlage sein. |
| „Die Ablehnung ist falsch“ | Bestellstatus, Ablehnungsgrund und gültige Regel | Ein Fall entscheidet nicht über andere Bestellungen. |
| „Meine Platzierung war erlaubt“ | Konkrete veröffentlichte Fassung und damalige Kanalregel | Eine frühere Freigabe deckt nicht automatisch andere Fassungen oder Kanäle. |
Der Awin-Classic-Export enthält unter anderem id (Transaktionskennung), publisher_id (Partnerkennung), sale_amount (Umsatzbetrag), commission (Provision), date (Transaktionsdatum) und commission_status (Provisionsstatus). Der Transactions Report lässt sich nach Zeitraum, Status (pending, declined oder approved), Partner und Transaktionstyp filtern. Wählen Sie den Filter passend zum Streitpunkt und prüfen Sie, ob die benötigten Felder im eigenen Export befüllt sind.
Wichtige Felder im Awin Classic-Export
- Transaktionskennung
- id
- Partnerkennung
- publisher_id
- Umsatzbetrag
- sale_amount
- Provision
- commission
- Transaktionsdatum
- date
- Provisionsstatus
- commission_status
Gegendarstellung und Entscheidung dokumentieren
Teilen Sie dem Publisher mit, welcher Punkt offen ist, und bitten Sie bei Bedarf um eine überprüfbare Ergänzung, etwa die konkrete Veröffentlichung und ihren Zeitraum. Vergleichen Sie neue Angaben mit der Fallakte. Eine abweichende Darstellung ist ein Prüfhinweis, kein automatischer Beweis und kein Grund, sie ungeprüft zu verwerfen.
Halten Sie das Ergebnis je Vorgang fest: bestätigt, mit korrigiertem Betrag bestätigt, nach benannter Regel abgelehnt oder weiter offen. Nennen Sie den maßgeblichen Bestellstand und die Regel, ohne unnötige Kundendaten weiterzugeben. Ist eine technische Frage offen, nennen Sie den nächsten Prüfschritt und den Termin für die Rückmeldung.
Beachten Sie die Fristen des verwendeten Systems. Bewahren Sie Entscheidung, Belege, Nachricht an den Publisher und eine etwaige spätere Korrektur zusammen auf.

