Affiliate-Ergebnisse auswerten: Daten, Kosten, Zusatzwirkung: Awin Classic: Filter nach Partner, Zeitraum und Transaktionstyp; Typen: Sale, Lead, Bonus.; Awin Publisher Incrementality report: nur für Awin Advanced in Awin Classic verfügbar.; Basket Boost: Warenkörbe mit Partnerbeteiligung vs. durchschnittlicher Website-Bestellwert
Bild: Partnerwerbung

Tracking & Auswertung

Affiliate-Ergebnisse auswerten

So führen Sie bestätigte Verkäufe, Publisher-Aktivität und Programmkosten zusammen und trennen Zuordnung von nachgewiesener Zusatzwirkung.

Führen Sie für eine Affiliate-Auswertung bestätigte, zugeordnete Bestellungen, Publisher-Aktivität und Programmkosten auf einheitlicher Grundlage zusammen. Prüfen Sie danach getrennt, ob belastbare Hinweise auf zusätzliche Käufe vorliegen. Ein Transaktionsbericht allein beantwortet diese zweite Frage nicht.

Ablauf der Affiliate-Auswertung

  1. Entscheidung und Zeitraum festlegenProduktgruppe, Bestellzeitraum, Währung und Datenstand festhalten; Umgang mit Rabatten, Retouren und offenen Vorgängen regeln.
  2. Ergebnisse und Datenqualität prüfenBestellwert auf der gewählten Grundlage ermitteln, offene, freigegebene und abgelehnte Transaktionen trennen, Publisher nach einer ausdrücklich gewählten Aktivität zählen.
  3. Kosten auf derselben Grundlage gegenüberstellenDeckungsbeitrag der bestätigten, zugeordneten Bestellungen vor Affiliate-Kosten mit Provisionen, Netzwerk- und Plattformgebühren, bezahlten Platzierungen und Betreuung vergleichen.
  4. Zusatzwirkung getrennt beurteilenEine Zuordnung folgt Trackingregeln – für eine Aussage über Zusatzumsatz braucht es einen geeigneten Vergleich mit und ohne die untersuchte Maßnahme.
  5. Entscheidung dokumentierenZeitraum, Datenstand, Definitionen, bestätigte Ergebnisse, Kosten und offene Datenprobleme festhalten; nicht belastbar messbare Zusatzwirkung als Grenze benennen.

Die Entscheidung und den Zeitraum festlegen

Entscheidet die Auswertung über Fortführung des Programms, eine Partnergruppe oder eine einzelne Aktion? Dann legen Sie Produktgruppe, Bestellzeitraum, Währung und Datenstand fest. Halten Sie außerdem fest, wie Sie Rabatte, Retouren und offene Vorgänge behandeln.

SichtLeitfrageGrundlage
ZuordnungWelche Bestellungen wurden Partnern gutgeschrieben?Transaktionen nach Bestelldatum und Status
BestätigungWelche Vorgänge und Provisionen wurden freigegeben?Derselbe Bestellzeitraum mit dokumentiertem Prüfstand
AktivitätWelche Publisher haben veröffentlicht, Klicks vermittelt oder bestätigte Vorgänge erzielt?Eindeutige Partnerkennungen und getrennte Aktivitätsmerkmale
KostenWas hat die Zusammenarbeit in der betrachteten Periode gekostet?Provisionsstände, Verträge, Belege und interner Aufwand

Bestell- und Freigabedatum können in verschiedene Perioden fallen. Beim Vergleich von Bestellkohorten bleibt eine später bestätigte Bestellung ihrem ursprünglichen Bestellzeitraum zugeordnet. Für den Abgleich mit einer Rechnung kann dagegen das Freigabedatum maßgeblich sein. Beschriften Sie beide Sichten eindeutig.

Vier Sichten der Auswertung im Vergleich

  • ZuordnungLeitfrage: Welche Bestellungen wurden Partnern gutgeschrieben? Grundlage: Transaktionen nach Bestelldatum und Status.
  • BestätigungLeitfrage: Welche Vorgänge und Provisionen wurden freigegeben? Grundlage: derselbe Bestellzeitraum mit dokumentiertem Prüfstand.
  • AktivitätLeitfrage: Welche Publisher haben veröffentlicht, Klicks vermittelt oder bestätigte Vorgänge erzielt? Grundlage: eindeutige Partnerkennungen und getrennte Aktivitätsmerkmale.
  • KostenLeitfrage: Was hat die Zusammenarbeit in der betrachteten Periode gekostet? Grundlage: Provisionsstände, Verträge, Belege und interner Aufwand.

Ergebnisse und Datenqualität prüfen

Beginnen Sie mit dem endgültigen Bestellwert auf Ihrer gewählten Grundlage, etwa ohne Umsatzsteuer und nach berücksichtigten Rabatten. Trennen Sie offene, freigegebene und abgelehnte Transaktionen. Gleichen Sie Bestellreferenzen und Werte mit dem Shop ab, soweit Daten und Zuordnungsregeln das erlauben. Eine fehlende Zuordnung ist zunächst ein Prüfpunkt: Die Bestellung könnte nach den Regeln auch ohne provisionsfähigen Partnerkontakt erfolgt sein.

Laut Dokumentation enthält der Export unter anderem eine eindeutige Transaktionskennung, Partnerkennung, Verkaufsbetrag und Provision. Ob Ihr Konto diese Felder befüllt und sie mit den Shopwerten vergleichbar sind, zeigt erst der eigene Export.

Zählen Sie Publisher daher nach einer ausdrücklich gewählten Aktivität. Eine Aufnahme ins Programm ist noch keine Veröffentlichung, ein Klick noch kein bestätigter Kauf. Führen Sie diese Merkmale getrennt und zählen Sie jede Partnerkennung pro Merkmal und Zeitraum nur einmal.

Im Transaktionsbericht von Awin Classic filtern Sie nach Partner, Zeitraum und Transaktionstyp; Awin nennt als Typen etwa Sale, Lead und Bonus. Die Statusfilter umfassen ausstehende, abgelehnte und bestätigte Vorgänge. Vergleichen Sie daher nur Auswertungen mit übereinstimmenden Filtern. Beziehen Sie unterschiedliche Transaktionstypen nicht ungeprüft in dieselbe Ergebniskennzahl ein.

Im Publisher-Performance-Bericht filtern Sie nach Zeitraum, Publishername, Publisher-Tags, Transaktionsstatus und Transaktionstyp. Die Datumsansicht steht standardmäßig auf „Dieser Monat“. Beim Vergleich von Partnergruppen oder Perioden wählen Sie für alle Ansichten dieselben Zeiträume und Status- beziehungsweise Typfilter; Tags sind nur als Filter nutzbar, wenn solche vergeben wurden.

Awin-Berichte: Felder, Typen und Filter

  • Datenfelder im Transaktions-Exportunter anderem eindeutige Transaktionskennung, Partnerkennung, Verkaufsbetrag und Provision
  • Transaktionstypen in Awin Classicetwa Sale, Lead und Bonus
  • Statusfilter im Transaktionsberichtausstehende, abgelehnte und bestätigte Vorgänge
  • Datumsansicht im Publisher-Performance-BerichtStandard steht auf „Dieser Monat“; filterbar nach Zeitraum, Publishername, Tags, Transaktionsstatus und Transaktionstyp

Kosten auf derselben Grundlage gegenüberstellen

Vergleichen Sie den Deckungsbeitrag der bestätigten, zugeordneten Bestellungen vor Affiliate-Kosten mit den noch nicht enthaltenen Partnerkosten. Dazu können Provisionen, Netzwerk- und Plattformgebühren, bezahlte Platzierungen und Betreuung gehören. Ein bereits im Erlös berücksichtigter Rabatt wird nicht erneut abgezogen. Prüfen Sie ebenso, ob eine Gebühr schon in einer anderen Kostenposition steckt.

Zeigen Sie den Beitrag der betrachteten Bestellungen und die Kosten der gesamten Programmperiode getrennt. Laufende Gebühren und Betreuung lassen sich nicht immer sinnvoll einer einzelnen Bestellung zuweisen. Einmalige Einrichtungskosten sollten sichtbar bleiben, statt unbemerkt als wiederkehrende Kosten zu erscheinen. Der Beitrag aus zugeordneten Bestellungen beschreibt deren beobachtete Wirtschaftlichkeit; er ist noch kein Nachweis für den zusätzlichen Gewinn des Programms.

Zusatzwirkung getrennt beurteilen

Eine Zuordnung folgt Trackingregeln. Sie zeigt nicht, ob der Kunde ohne Publisher ebenfalls gekauft hätte. Für eine Aussage über Zusatzumsatz brauchen Sie einen geeigneten Vergleich mit und ohne die untersuchte Maßnahme.

Auch ein Bericht mit „Incrementality“ im Namen muss nach seiner Methode gelesen werden. Awins Publisher Incrementality report ist laut Dokumentation nur für Awin Advanced in Awin Classic verfügbar. Er betrachtet den Beginn einer Kaufreise, Warenkorbwerte und Conversion-Rate.

Der Wert „Basket Boost“ vergleicht Warenkörbe mit Beteiligung eines Partners mit dem durchschnittlichen Bestellwert der Advertiser-Website im selben Zeitraum. Das kann einen Anhaltspunkt zur Einordnung liefern, ist aber nicht automatisch eine Gegenprobe mit und ohne Maßnahme.

Halten Sie für die Entscheidung Zeitraum, Datenstand, Definitionen, bestätigte Ergebnisse, Kosten und offene Datenprobleme fest. Wenn sich die Zusatzwirkung nicht belastbar messen lässt, benennen Sie diese Grenze und entscheiden Sie anhand der tatsächlich beobachteten Ergebnisse.

Incrementality-Report: Verfügbarkeit und Aussagekraft

  • VerfügbarkeitDer Publisher Incrementality report ist laut Dokumentation nur für Awin Advanced in Awin Classic verfügbar.
  • Betrachtete GrößenBeginn einer Kaufreise, Warenkorbwerte und Conversion-Rate
  • Wert „Basket Boost“vergleicht Warenkörbe mit Beteiligung eines Partners mit dem durchschnittlichen Bestellwert der Advertiser-Website im selben Zeitraum – ein Anhaltspunkt, aber keine automatische Gegenprobe mit und ohne Maßnahme

In diesem Leitfaden

  1. Aktive Publisher statt nur Registrierungen zählenDefinieren Sie Publisher-Aktivität nach Veröffentlichung, Klicks und bestätigten Ergebnissen. So wählen Sie Zeitraum und Nenner für aussagekräftige Quoten.
  2. Zugeordneten Umsatz und Zusatzumsatz trennenWas Affiliate-Tracking einem Partner zuordnet, wann sich Zusatzumsatz untersuchen lässt und wie Sie Unsicherheit korrekt berichten.
  3. Kosten eines Partnerprogramms vollständig erfassenErstellen Sie ein Kostenblatt für Provisionen, Gebühren, Platzierungen und internen Aufwand und vermeiden Sie doppelt erfasste Beträge.

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