
Tracking & Auswertung
Teil von Strategisches Co-Marketing
Erfolg einer gemeinsamen Aktion ohne Doppelzählung messen
So trennen Sie bei einer gemeinsamen Aktion eindeutige Vorgänge, Partnerberichte, Kosten und die Frage nach zusätzlicher Wirkung.
Werten Sie eine gemeinsame Aktion in zwei Sichten aus: Wie viele eindeutige Vorgänge sind insgesamt dokumentiert, und was zeigen die Berichte der einzelnen Partner? Addieren Sie Partnerzahlen erst nach Prüfung der Überschneidungen. Zwei Berichtseinträge machen aus derselben Bestellung keine zwei Bestellungen.
Zählregel und Datenbasis festlegen
Definieren Sie vor dem Start, welche Handlung zählt – etwa eine qualifizierte Anfrage oder eine bestätigte Bestellung. Halten Sie Zeitraum, Datenstand, Status, Währung und den Umgang mit Stornos fest.
Für den Abgleich derselben Bestellung hilft eine verlässlich übergebene Vorgangskennung. Ob und auf welcher Grundlage Daten zwischen den Unternehmen abgeglichen werden dürfen, muss für den tatsächlichen Ablauf geklärt werden; vollständige Kundendatensätze sind für eine gemeinsame Bestellsumme nicht erforderlich.
Fehlt eine verlässliche gemeinsame Kennung oder ein zulässiger Abgleich, weisen Sie die Partnerergebnisse getrennt aus. Bezeichnen Sie ihre Summe dann nicht als Zahl eindeutiger gemeinsamer Vorgänge.
Ablauf der gemeinsamen Erfolgsmessung
- Zählregel und Datenbasis festlegen
- Besuche, Ergebnisse und Kosten trennen
- Überschneidungen berechnen
- Zusatzwirkung getrennt beurteilen
- Bericht mit eindeutigen Größen abschließen
Besuche, Ergebnisse und Kosten trennen
| Ebene | Frage | Grenze |
|---|---|---|
| Besuch | Welche Besuche wurden für die Aktion erfasst? | Ein Besuch ist keine bestätigte Bestellung. |
| Ergebnis | Welche definierten Vorgänge liegen vor? | Beide Berichte können denselben Vorgang enthalten. |
| Aufwand | Welche Kosten trug jede Seite? | Eine intern umgelegte gemeinsame Rechnung darf in der Gesamtsumme nur einmal stehen. |
Mit einheitlichen Kampagnenparametern weist Google Analytics Besuche nach Quelle, Medium und Kampagne aus. Unterschiedliche Schreibweisen können Werte in getrennte Berichtszeilen aufteilen. Die Google-Analytics-Hilfe behandelt zudem das Vermeiden doppelter Schlüsselereignisse anhand von Transaktionskennungen.
Ein automatischer Abgleich getrennter Berichte zweier Unternehmen ist damit nicht verbunden. Prüfen Sie daher, welche Kennungen und Daten in den tatsächlichen Berichten vorhanden sind.
Achten Sie darauf, Kennungen so zu wählen, dass sie keine einzelnen Kunden identifizieren.
Überschneidungen berechnen
Ein fiktiver Fall: Partner A dokumentiert vier bestätigte Bestellungen, Partner B drei; zwei Bestellkennungen stehen in beiden Listen. Nach dem Abgleich sind fünf eindeutige Bestellungen dokumentiert: vier plus drei minus zwei Überschneidungen.
Diese Zahlen sind reine Rechenwerte. Sie zeigen weder, welchem Partner ein Kauf allein zu verdanken ist, noch, ob die Aktion zusätzliche Käufe ausgelöst hat.
Zusatzwirkung getrennt beurteilen
Eine Kampagnenkennung oder Zuordnungsregel beschreibt beobachtete Kontakte. Für Aussagen über zusätzliche Käufe braucht es einen geeigneten Vergleich mit einer Situation ohne die Aktion; dieser muss zur untersuchten Maßnahme passen und andere gleichzeitige Veränderungen berücksichtigen.
Google Ads beschreibt mit Conversion Lift einen solchen Vergleich für geeignete Werbekampagnen. Sie ist kein automatisch nutzbarer Co-Marketing-Test.
Schließen Sie den Bericht mit eindeutig bezeichneten Größen ab: gemeinsame Vorgänge nach der vereinbarten Regel, getrennte Partnerergebnisse, Kosten je Seite, Datenstand und offene Überschneidungen. Wurde Zusatzwirkung nicht belastbar untersucht, nennen Sie die Ergebnisse beobachtet statt zusätzlich erzielt.
Bausteine für den Abschlussbericht
- Gemeinsame Vorgänge nach der vereinbarten Regel
- Getrennte Partnerergebnisse
- Kosten je Seite
- Datenstand
- Offene Überschneidungen


