Gemeinsamen Kundennutzen definieren: Kundenproblem: Welche Entscheidung ist bisher schwierig?; Gemeinsamer Beitrag: Was liefert jeder Partner und warum hilft die Verbindung?; Nutzererwartung prüfen: Ist das Versprechen konkret und ohne Kaufzwang?
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Co-Marketing

Teil von Strategisches Co-Marketing

Gemeinsamen Kundennutzen vor einer Aktion definieren

Definieren Sie für eine gemeinsame Marketingaktion das Kundenproblem, die Beiträge beider Partner und ein überprüfbares Nutzenversprechen.

Bevor zwei Unternehmen eine gemeinsame Aktion umsetzen, sollten sie benennen können, welche Entscheidung für wen leichter wird und was jeder Partner dazu beiträgt. Die Aussicht auf mehr Reichweite beschreibt zunächst ein Ziel der Unternehmen, keinen Nutzen für die angesprochenen Menschen.

Das Kundenproblem eingrenzen

Beschreiben Sie die Zielgruppe so genau, wie es für die Aufgabe nötig ist. „Geschäftskunden“ ist zu breit, wenn es um kleine Teams geht, die einen Arbeitsraum einrichten. Halten Sie fest, welche Frage diese Menschen beantworten möchten und was ihnen bisher fehlt. Ein angenommener Bedarf bleibt eine Hypothese, bis eigene Daten oder passende Rückmeldungen ihn stützen.

Trennen Sie beim Briefing drei Ebenen:

Ebene / Leitfrage

Kundenproblem
Welche Entscheidung oder Aufgabe ist bisher schwierig?
Gemeinsamer Beitrag
Was liefert jeder Partner, und weshalb hilft die Verbindung?
Geschäftsziel
Welches beobachtbare Ergebnis erwartet jedes Unternehmen?

Anmeldungen können für ein Unternehmen wichtig sein, zeigen aber allein nicht, ob Teilnehmende eine brauchbare Antwort erhalten. Umgekehrt muss der Aufwand für beide Seiten tragbar sein.

Schritte zur Definition des gemeinsamen Kundennutzens

  1. Kundenproblem identifizierenWelche Entscheidung ist bisher schwierig? (z. B. Auswahl der richtigen Möbel und Technik im Budget).
  2. Gemeinsame Beiträge festlegenPartner A liefert Raumplanungs-Tools, Partner B bietet Finanzierungstipps für Büroeinrichtung.
  3. Aussage vor Produktion testenRückmeldungen von potenziellen Nutzern einholen – z. B. via Kurzumfrage oder Fokusgruppe.

Vorteile und Risiken einer gemeinsamen Aktion

  • VorteileErhöhte Reichweite durch Cross-Promotion, stärkere Glaubwürdigkeit durch Experten-Kombination, bessere Lösung für komplexere Kundenfragen.
  • RisikenUnterschiedliche Erwartungen der Partner, unklarer Nutzen für den Kunden, zu hoher Aufwand bei geringer Wirkung.

Ein konkretes Versprechen formulieren

Ein fiktives Nutzenversprechen lautet: „Kleine Teams können anhand von Raummaßen und Arbeitsaufgaben eingrenzen, welche Ausstattung und Planungsschritte sie benötigen.“ Prüfen Sie daran, ob jeder Partner die benötigten Informationen tatsächlich liefern kann. Bleiben Voraussetzungen und Grenzen erkennbar? Setzt das Versprechen einen Kauf voraus, der nicht genannt wird?

Fragen Sie außerdem, was fehlen würde, wenn einer der Partner seinen Beitrag wegließe. Lässt sich dieselbe Hilfe schon durch eine Seite vollständig leisten, braucht die gemeinsame Aktion eine andere Begründung. Diese Gegenprobe bewertet das Vorhaben, nicht den allgemeinen Wert des möglichen Partners.

Die Aussage vor der Produktion prüfen

Zeigen Sie die geplante Kernaussage einigen Personen, die die Zielgruppe oder deren Fragen kennen. Fragen Sie, welche Entscheidung dadurch leichter würde und welche Angabe fehlt. Solche Rückmeldungen können Unklarheiten zeigen; sie sind ohne geeignete Auswahl und Methode keine repräsentative Marktforschung.

Schreiben Sie die überarbeitete Nutzenformulierung in das gemeinsame Briefing. Daran können beide Unternehmen später Format und Entwürfe prüfen.

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