Regeln & Streitfälle
Teil von Regeln für Affiliate-Programme
Provisionsstornos vor Programmbeitritt erklären
Erklären Sie Publishern vor dem Beitritt, wann Provisionen ausstehen, korrigiert oder abgelehnt werden und wie Rückfragen möglich sind.
Vor dem Beitritt sollte ein Publisher erkennen, wann eine erfasste Provision vollständig entfällt oder sich verringert. Nennen Sie Provisionsauslöser, Prüffrist, Ablehnungsgründe und Rückfrageweg in der Fassung der Bedingungen, die der Publisher tatsächlich annimmt.
Status und Betrag auseinanderhalten
Eine erfasste Bestellung kann zunächst als ausstehender Vorgang erscheinen. Die Prüfung zeigt, ob die vereinbarte Aktion erfüllt ist und welcher Betrag provisionsfähig bleibt.
Eine vollständige Rückgabe kann zur Ablehnung führen; bei einer Teilretoure kann der Wert der verbleibenden Bestellung zählen. Das muss zu den Bedingungen und zum eingesetzten System passen.
Verwenden Sie verständliche Begriffe: ausstehend bedeutet noch zu prüfen, geändert bezeichnet einen korrigierten Betrag und abgelehnt eine nicht vergütete Aktion. Eine freigegebene Provision ist noch keine ausgeführte Zahlung.
Gründe an überprüfbare Fälle binden
Möglicher Grund / Was vor der Entscheidung zu prüfen ist
- Vollständige Rückgabe oder Stornierung
- Welche Bestellung betroffen und ob sie vollständig rückabgewickelt ist
- Teilretoure
- Welcher Wert bestehen bleibt und ob eine Korrektur vorgesehen ist
- Nicht erfülltes Leadkriterium
- Welches zuvor definierte Kriterium fehlt
- Verstoß gegen eine Werberegel
- Welche geltende Regel und konkrete Methode betroffen sind
- Andere Kanalzuordnung
- Welche zuvor erklärte Zuordnungsregel angewendet wurde
Die Tabelle macht diese Gründe nicht automatisch zulässig. Eine bloße Vermutung über Fehlverhalten genügt nicht.
Technische Unklarheiten sollten geprüft werden, bevor ein Regelverstoß behauptet wird.
Awin nennt Provision und Ablehnungsgründe als Bereiche der Programmbedingungen. Formulieren Sie die Gründe so, dass sie die eigene Programmregel verständlich wiedergeben.
Frist und Korrekturweg nennen
Legen Sie fest, welches Ereignis die Prüfung startet und wann eine Entscheidung erfolgen soll. Bei Awin werden ausstehende Transaktionen nach Ablauf der für das Programm geltenden Auto-Validierungsfrist automatisch genehmigt, wenn sie nicht vorher entschieden wurden.
Die maximal mögliche Frist hängt dort vom Plan oder Vertrag ab; übernehmen Sie keine fremde Standardzahl.
Klären Sie auch den Weg für später gemeldete Teilretouren. Der dokumentierte Änderungsweg in Awin Classic setzt voraus, dass die Transaktion noch aussteht.
Bereits genehmigte oder abgelehnte Transaktionen lassen sich über diesen Weg nicht ändern. Eine Zusage über spätere Korrekturen muss deshalb zum tatsächlich verfügbaren Prozess passen.
Rückfragen ermöglichen
Nennen Sie eine Anlaufstelle und die zur Zuordnung nötigen Angaben, etwa Transaktionskennung, verfügbare Bestellreferenz und beanstandeten Grund. Beschreiben Sie, wer den Fall prüft und wann eine Rückmeldung folgt.
Ein Publisher sollte nicht erst bei der Ablehnung von einer ausgeschlossenen Produktgruppe oder Werbemethode erfahren.
Lesen Sie die Bedingungen aus Sicht eines neuen Partners anhand eines normalen Kaufs, einer Teilretoure und eines abgelehnten Leads. Lässt sich der erwartete Status aus dem Text nicht ableiten, präzisieren Sie Auslöser oder Ablehnungsgrund.
Diese Durchsicht ersetzt keinen Test des tatsächlichen Plattformablaufs.



