
Programmaufbau
Gutschein- und Cashback-Partner
Gutschein- und Cashback-Partner nach Kundennutzen, Codeverbreitung, zusätzlicher Wirkung und tatsächlichen Kosten beurteilen.
Gutschein- und Cashback-Partner können Käufern einen Vorteil bieten. Für ein Unternehmen zählt, ob der Partner passende Menschen erreicht, bei der Entscheidung hilft und wirtschaftlich zusätzliche Käufe bewirkt; eine zugeordnete Bestellung allein belegt diesen Zusatzbeitrag nicht.
Zwei Modelle, unterschiedliche Kosten
Ein Gutschein gewährt nach festgelegten Bedingungen einen Vorteil beim Kauf. Ein Cashback-Partner gibt Käufern einen Teil der Provision zurück, die er für eine Bestellung erhält.
Im üblichen Modell finanziert der Händler das Cashback über die Partnerprovision. Zusätzliche Kosten können etwa für eine vereinbarte Platzierung entstehen.
| Frage | Gutschein-Partner | Cashback-Partner |
|---|---|---|
| Was sieht der Kunde? | Einen Vorteil mit Einlösebedingungen. | Eine Rückvergütung nach den Bedingungen des Partners. |
| Was prüft der Händler? | Rabatt, Codeverbreitung und gegebenenfalls Provision. | Provision, weitere Platzierungskosten und mögliche Rückfragen zur Zuordnung. |
| Wo liegt ein Risiko? | Ein Code kann außerhalb des vorgesehenen Kanals erscheinen. | Höhere Provisionen können die Kosten steigern, ohne zusätzliche Käufe zu belegen. |
Ein Partner kann Gutschein und Cashback kombinieren. Dann gehören Rabatt und Provision gemeinsam in die Rechnung.
Einige Cashback-Partner erstatten ihren Mitgliedern die volle Provision. Für solche Partner können zusätzliche Platzierungen eine Einnahmequelle sein.
Gutschein- vs. Cashback-Partner: Unterschiede im Überblick
- Was sieht der Kunde?
- Ein Vorteil mit Einlösebedingungen.
- Was prüft der Händler?
- Rabatt, Codeverbreitung und gegebenenfalls Provision.
- Wo liegt ein Risiko?
- Ein Code kann außerhalb des vorgesehenen Kanals erscheinen.
- Was sieht der Kunde?
- Eine Rückvergütung nach den Bedingungen des Partners.
- Was prüft der Händler?
- Provision, weitere Platzierungskosten und mögliche Rückfragen zur Zuordnung.
- Wo liegt ein Risiko?
- Höhere Provisionen können die Kosten steigern, ohne zusätzliche Käufe zu belegen.
Cashback-Partner einbinden
Cashback-Partner lassen sich ohne zusätzlichen Integrationsaufwand über das bestehende Awin-Programm anbinden. Nach der Freigabe trägt der Partner das Programm auf seiner Website ein und führt es in passenden Kategorien.
Für mehr Sichtbarkeit kann der Händler die Provision vorübergehend anheben oder Platzierungen buchen. Beispiele sind eine Aufnahme auf der Startseite oder eine Einbindung in E-Mails.
Den Beitrag des Partners beurteilen
Klären Sie vor einer Aktion, welche Zielgruppe der Partner erreichen soll und was er ihr über den Anreiz hinaus bietet. Erklärt er passende Produkte oder Bedingungen? Erreicht er Menschen, die das Unternehmen sonst kaum anspricht? Ist der Vorteil verständlich und an der Kasse nutzbar?
Legen Sie fest, welche Ergebnisse für die Entscheidung zählen. Dazu gehören etwa bestätigte Bestellungen neuer Kunden und der Deckungsbeitrag nach Rabatt, Provision und weiteren Aktionskosten. Vergleichen Sie die Ergebnisse nach Möglichkeit mit einer ähnlichen Gruppe ohne Aktion.
Codes und Gutschriftregeln trennen
Halten Sie für jeden Code getrennt fest, wer ihn erhalten und veröffentlichen darf und wer ihn im Shop einlösen kann. Legen Sie außerdem fest, nach welcher Regel eine Provision entsteht.
Bei aktivierter Voucher Attribution kann Awin einen Verkauf mit dem zugewiesenen Code dem exklusiven Publisher gutschreiben, auch wenn ein anderer Publisher den Code verbreitet hat. Dafür gelten technische Voraussetzungen; prüfen Sie die Einrichtung des jeweiligen Programms, bevor Sie aus einem Codebericht auf die Herkunft des Kunden schließen.
Voucher Attribution ist eine cookie-lose Tracking-Methode. Sie ordnet Verkäufe allein anhand des verwendeten Gutscheincodes zu.
Generische und exklusive Codes
Gutscheincodes sind kurze Codes, die Käufern an der Kasse einen Rabatt gewähren. Generische Codes sind für alle Partner sichtbar und eignen sich für breite Aktionen und Markenbekanntheit; sie sind einfach zu verwalten und können das Verkaufsvolumen steigern.
Exklusive Codes sieht nur der zugewiesene Partner. Sie eignen sich, um Nischen- oder besonders leistungsstarke Partner zu gewinnen und Beziehungen zu Schlüsselpartnern zu stärken.
Gut eingesetzt helfen Codes, neue Kunden zu gewinnen, Partner zum Programmbeitritt zu bewegen und die Conversion Rate zu erhöhen. Besonders während Kampagnen können sie den Verkauf fördern und Käufer davon abhalten, woanders zu kaufen.
SPARWELT veröffentlicht Gutscheine, Rabatte, Aktionen und Deals. Dort ist etwa ein exklusiv gekennzeichneter Rabatt von 15 % für Airalo aufgeführt; die Portalmarkierung belegt für sich genommen nicht, dass der Code im Affiliate-Programm exklusiv einem Publisher zugewiesen ist.
Verbreitung und Ergebnis auswerten
SPARWELT nennt über 1 Million Nutzer im Monat, mehr als 100 exklusive Gutscheine und über 5.000 täglich wechselnde Gutscheine. Diese Angaben beschreiben das Portalangebot, nicht die Reichweite einer einzelnen Händleraktion.
Ein Codeverzeichnis mit Partner, Zweck und Laufzeit erleichtert den Abgleich öffentlicher Fundstellen mit Bestellungen. Eine fremde Fundstelle beweist weder, wer den Code weitergegeben hat, noch dass eine Provision falsch ist; prüfen Sie Angebot, Einlösung und Abrechnung getrennt.
Vergleichen Sie den wirtschaftlichen Beitrag bestätigter Bestellungen mit allen noch nicht berücksichtigten Aktionskosten. Dazu können Rabatt, Partnerprovision, Plattformgebühren, Platzierung und Bearbeitung gehören.
Bei Cashback ist die Auszahlung an Käufer grundsätzlich Teil der Partnerprovision. Nur ein zusätzlich selbst finanzierter Betrag wäre eine weitere Kostenposition.
Bei Zuordnungsfragen können Partner Transaktionsanfragen stellen. Awin unterscheidet nicht erfasste, falsch berechnete und abgelehnte Transaktionen; die Funktion steht nur in Awin Classic zur Verfügung und wird am häufigsten von kundennahen Partnern wie Cashback- und Loyalty-Partnern genutzt.
Cashback-Auszahlung in der Praxis
CHECK24 zeigt Internet-Cashback in drei Schritten: Rechnung hochladen, Prüfung und Bestätigung, Auszahlung. Kunden laden die Rechnung über die digitale Chat-Assistentin Sophie oder im Internetcenter hoch.
Die Rechnung wird automatisch geprüft, und Kunden erhalten sofort Rückmeldung. Nach erfolgreicher Prüfung überweist CHECK24 den Cashback-Betrag auf das Bankkonto; in den meisten Fällen erfolgt die Auszahlung noch am selben Tag.
Bei Cashback-Portalen finden sich für Kunden unterschiedliche Cashback-Sätze, unter anderem für Supermärkte. Solche Sätze sind eine Rückvergütung an Kunden und keine Angaben zur Affiliate-Provision.
Topcashback weist auf eine Browser-Erweiterung hin und gibt an, Cashback lasse sich mit einem einzigen Klick sammeln. Gelistet ist dort unter anderem der Modehändler Peter Hahn.
Cashback-Auszahlung bei CHECK24 – Schritt-für-Schritt
- Schritt 1Rechnung hochladen über digitale Chat-Assistentin Sophie oder im Internetcenter
- Schritt 2Automatische Prüfung und sofortige Rückmeldung
- Schritt 3Auszahlung auf das Bankkonto – meist am selben Tag
Beispiele für Cashback-Portale in Deutschland
- CHECK24Internet-Cashback mit automatischer Rechnungsprüfung
- TopcashbackBrowser-Erweiterung für schnelle Cashback-Sammlung; Partner: Peter Hahn
- MyCashbacksCashback-Angebote für Essen & Trinken, Supermärkte
In diesem Leitfaden
- Den zusätzlichen Kundennutzen eines Partners prüfenKundenvorteil und zusätzliche Wirkung eines Gutschein- oder Cashback-Partners getrennt prüfen, statt allein auf zugeordnete Bestellungen zu schauen.
- Exklusive und öffentlich verfügbare Gutscheine unterscheidenExklusive und öffentliche Gutscheincodes nach Zugang, Veröffentlichung, Einlösung und tatsächlicher Provisionsregel unterscheiden.
- Verbreitete Rabattcodes außerhalb des Programms untersuchenFremd verbreitete Rabattcodes anhand von Fundstelle, Einlösung, Veröffentlichungsrecht und Provisionsregel geordnet prüfen.
- Cashback-Kosten mit anderen Anreizen bewertenCashback, Gutscheine und andere Anreize ohne doppelte Kostenansätze vergleichen: Provision, Rabatt, Platzierung und Deckungsbeitrag.


